Test: Croozer Dog

Test: Croozer Dog "Jokke"

8. Januar 2020

Die Mercedes Limousine unter den Hundeanhängern


Der Croozer Dog wurde mir 2018 vom Hersteller als kostenloses Testprodukt zur Verfügung gestellt. Neben normalen Ausflugs- oder Alltagsfahrten hat er uns auf mehreren Zweitagestouren begleitet. Ich habe den Hundeanhänger dabei mit normalem Rad (ohne eAntrieb) gezogen.


Angenehme Laufruhe, gute Kippstabilität und ein niedriger Einstieg sind die herausragenden Eigenschaften des Croozer Dog ab Modelljahr 2018.

Der tiefe Einstieg, der sich aufgrund der besonderen Geometrie ergibt, ist ein besonderer Pluspunkt für alte, verletzte oder behinderte Hunde.

Allerdings bietet der Anhänger dadurch eine geringere Bodenfreiheit als die Konkurrenz. Dass man damit trotzdem auf Waldwegen unterwegs sein kann, seht Ihr in meinen Videos.

Das Verdeck lässt sich an mehreren Stellen schön variabel öffnen. Das ist in vielerlei Hinsicht von Vorteil: bei der Gewöhnung, bei ausbruchinteressierten Mitfahrern und bei solchen, die etwas sehen wollen. Außer einer guten Belüftung lässt sich im Sommer auch ausreichend Schatten herstellen. Zudem lässt sich das Verdeck sehr gut handhaben, wenn der Hund häufig ein- und aussteigen darf.

Vorne und hinten geöffnet ist es gut belüftet

Viel Flexibilität und durchdachte Details

Leicht zugänglicher rückwärtiger Teil

Darf der Hund vorne offen fahren (was ich persönlich propagiere), kann mit einfachen Mitteln ein "Stopper" angebracht werden. Der verhindert einen Abflug des Hundes in Fahrtrichtung bei einer abrupten Bremsung, blockiert ein bißchen bei Ausbruchtendenz und kann zudem noch sehr komfortabel sein - wie man sieht.

Die Geometrie des Croozer Dog, Modellgröße Jokke, ist eher schmal und ungewöhnlich hoch (Maße siehe unten). Mein Mitfahrer kann mit seinen 53 cm Schulterhöhe darin sitzen, ohne oben anzustoßen. In Kombination mit der sehr gut funktionierenden Feststellbremse eignet sich der Hundeanhänger deshalb sehr gut als Ruheplatz.

Feststellbremse

Inneres mit Welpenschutz

Variabilität des Verdecks

Trotz der 20 Zoll Räder (mit bewährter Push-Button Befestigungstechnik) liegt Schwerpunkt des Croozer Dog niedrig, was sich günstig auf die Kippstabilität auswirkt. Allerdings kann die geringe Bodenfreiheit dazu führen, dass der Unterboden beschädigt wird.

Wer den Hundeanhänger häufig verräumen muss, wird sich über Gewicht und den fummeligen Mechanismus ärgern, der die Verbindung der Streben im Inneren löst.

Während die Kupplung des Croozer ein Standardelement ist, hat man sich bei der Befestigung der Deichsel sehr viel Mühe gemacht. Entsprechend schwer ist das Verbindungselement geworden. Gewollt ist ein einfaches Handling. Ich persönlich finde es insbesondere beim Trennen des Anhängers oftmals recht zickig.

Der Croozer Dog besitzt, wie die meisten anderen Hundeanhänger, keine Federung, was meiner Meinung nach durch eine dicke Polsterung gut ausgeglichen werden kann.


Im April 2021 hat mich Croozer beauftragt, das neue Regenverdeck zu besprechen, was ich hiermit sehr gern tue // WERBUNG //

Standardmäßig wird der Croozer mit einem Spritzschutz ausgeliefert. Der lässt sich mit Klett leicht vorne anbringen und schützt den Hund - wie der Name schon sagt - vor hochspritzendem Dreck oder Wasser. Bei Dauerregen oder sehr starken Schauern kann es allerdings sein, dass Wasser oben im Bereich des Reißverschlusses oder an den Nähten eindringt. Dafür gibt es jetzt das Regenverdeck. (Nicht zu verwechseln mit der Faltgarage, die den Hundeanhänger bei Lagerung im Freien schützen soll und ihn daher komplett abdeckt).

Das Verdeck ist federleicht und hält dem Regen an den gefährdeten Stellen stand.

Videos auf Youtube

Daten zum Croozer Dog